Bericht von der 1. Junisitzung des Kirchenvorstands

Am 1. Juni 2026 kam der Kirchenvorstand zusammen. In der Sitzung begrüßten wir Steffen Göpfert, Referent im Landesjugendpfarramt, als Gast. Unter anderem mit seiner Unterstützung haben die Mitarbeitenden der Konfirmandenarbeit unserer Gemeinde in den vergangenen Monaten an einem gemeinsamen Konfirmandenkonzept gearbeitet. Ausgangspunkt waren veränderte Rahmenbedingungen:

  • eine große vereinigte Gemeinde mit bisher unterschiedlichen Konzepten für die Konfirmandenarbeit,
  • eine in den kommenden Jahren erfreulicherweise (noch) hoch bleibende Anzahl von jährlich ca. 110-140 Konfirmandinnen und Konfirmanden,
  • gleichzeitig leider zurückgehende Stellenanteile im Verkündigungsdienst.

Deshalb war es wichtig, ein Konzept zu entwickeln, das auch künftig eine verlässliche und qualitativ gute Arbeit ermöglicht. Ein erster Prototyp dieses Konzepts liegt nun vor, den Steffen Göpfert kurz vorstellte. Die Idee ist, dass die Konfirmandinnen und Konfirmanden zukünftig zwischen verschiedenen Kursen wählen können, anderes wiederum auch gemeinsam machen. Dieser Prototyp befindet sich gerade in der letzten Abstimmungsphase und soll anschließend an einem ersten Konfirmandenjahrgang erprobt werden.  

Als zweiten Gast begrüßten wir Antje Hähnel, die in Zukunft die Leitende Verwaltungsmitarbeiterin unserer Gemeinde sein wird. Sie berichtete vom Prozess des Zusammenwachsens der zehn Verwaltungsmitarbeitenden zu einem Team, von bereits Gelungenem, von Herausforderungen, von Zukunftsvisionen. Aktuell kämpft das Team beispielsweise mit einem sehr hohen Krankenstand, sodass Pfarrkräfte, namentlich Björn Fischer und Annegret Lattke, bei Verwaltungsaufgaben mitwirken müssen. Ziel sollte jedoch das Gegenteil sein: die Entlastung besonders des Pfarramtsleiters von Verwaltungsaufgaben. Antje Hähnel engagiert sich daher in einem Gremium, das ein Zukunfts-Konzept für die Gestaltung einer zentralen Verwaltung erarbeitet.

Auch die Personalsituation der Pfarrkräfte beschäftigte uns. Pfarrerin Leen Fritz informierte uns, dass sie ein Kind erwartet und ab 1. Juli pausieren wird. Wir freuen uns sehr mit ihr und wünschen ihr eine gesegnete Zeit. Als Gemeinde wird sie uns in vielen Bereichen, aber besonders mit ihrem herausragenden Engagement in der Konfirmandenarbeit sehr fehlen.

Wie Sie wissen, sind zwei Pfarrstellen in unserer Gemeinde vakant. Das Landeskirchenamt hat die Wiederbesetzung aller Stellen im Verkündigungsdienst unter Vorbehalt gestellt, um einer zukünftigen Planung nicht vorzugreifen. So können wir aktuell leider nicht mit einer Wiederbesetzung rechnen.

All dies bewirkt, dass viel konzeptionelle Arbeit zu leisten ist: Wie können wir unter schwierigen personellen und finanziellen Voraussetzungen ein lebendiges und vielseitiges Gemeindeleben erhalten? Diesen Weg können wir nur alle zusammen in Angriff nehmen, pragmatische Lösungen und kreative Ideen entwickeln und ihn so gemeinsam meistern.

Erfreuliches gibt es bezüglich des Gebäudebestands unserer Gemeinde zu berichten: Die Sanierung des Außengeländes der Weinbergskirche ist abgeschlossen, am 31. Mai fand gemeinsam mit unserem Landesbischof und Gästen aus Politik und beteiligten Bauunternehmen die feierliche Einweihung statt. Auch der erste Sanierungsabschnitt der Apostelkirche ist fast abgeschlossen, sodass die Arbeitsbedingungen für die Mitarbeitenden dort nun sehr viel leichter sind. Hier findet am 21. Juni der Festgottesdienst zum Abschluss der Bauarbeiten statt, mit anschließender Grußstunde. An der Dreikönigskirche beginnt die Sanierung der Südfassade; den Bauantrag für die Sanierung der vierten und letzten Seite des Gebäudes haben wir ausgelöst, in der Hoffnung, dass er vor dem geplanten zweijährigen Bau-Moratorium noch genehmigt wird. Dann haben wir hier viel erreicht.

Barbara Sens

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